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 ESSEN UND TRINKEN IN PORTUGAL - LANDESTYPISCHE SPEISEN - GUTE RESTAURANTS


Die portugiesische Küche ist verglichen mit anderen mediterranen Küchen (z.B. Italien) einfach, aber schmackhaft und reichhaltig. Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten kommen hier voll auf ihre Kosten. In Portugal gibt es gewöhnlich nach einem einfachen Frühstück (pequeno almoço) noch zwei warme Mahlzeiten. Mittagessen (almoço) gibt es in der Regel von 12.30 Uhr bis 14 Uhr. Das Abendessen (janta) ist in Portugal die wichtigste Mahlzeit des Tages und wird frühestens ab 20 Uhr verspeist.
Essen trinken und gutes Restaurant in Portugal
 


 

 RESTAURANTS IN PORTUGAL - TIPPS, EMPFEHLUNGEN UND BESONDERHEITEN


restaurant portugal tipp preis kostenDie Portugiesen gehen gerne und oft in großer Gesellschaft auswärts essen. Als Urlauberpärchen fällt man meistens schon dadurch auf, weil man nur zu zweit ausgeht.
Seit 2008 gibt es in Portugal ein gesetzliches Rauchverbot in Restaurants und Kneipen. Allerdings können sich deren Betreiber freiwillig dazu entscheiden mitzumachen, wenn die Größe des Gastraums bei weniger als 100 m² liegt und dieser über eine Belüftungsanlage verfügt.
 

Preise / Kosten in portugiesischen Restaurants

Generell sind die Kosten für einen Restaurantbesuch in Portugal niedriger als in vergleichbaren Restaurants in Deutschland. Natürlich gibt es auch in Portugal aufgrund von Lage, Qualität und Geschäftstüchtigkeit des Wirts starke Preisunterschiede. Folgende Preisangaben sind als ungefähre Orientierungshilfen gedacht.
Mahlzeit im Restaurant einfach: 3-6 EUR
Mahlzeit im Restaurant mittel: 5-12 EUR
Mahlzeit im Restaurant gehoben: 15 EUR aufwärts
Die Preise für Getränke (v.a. Wein, Wasser und Softdrinks) sind in der Regel deutlich geringer als in Deutschland. Das macht in Summe einen Restaurantbesuch in Portugal auch preislich oft sehr interessant.






 

Tipps, Empfehlungen und Besonderheiten für einen Restaurantbesuch in Portugal

restaurant portugal empfehlung gut- In jedem Restaurant bekommt man zu Beginn unaufgefordert das couvert, eine Art kleine Vorspeise, meistens Brot, Butter und Oliven. In besseren Restaurants werden auch Käse, Schinken und andere Köstlichkeiten serviert. Diese Vorspeise ist nicht kostenlos. Wenn man davon nimmt, muss man es bezahlen. Wenn man es unberührt abtragen lässt, wird es nicht berechnet. Dies ist in Portugal ein völlig normaler Bestandteil eines Restaurantbesuchs. Oft führt dies zu Missverständnissen. Touristen freuen sich über diese Aufmerksamkeit und sind dann verärgert, wenn nicht explizit bestellte Speisen auf der Rechnung erscheinen.
- Jedes Restaurant führt einen Hauswein (vinho da casa), entweder als Weißwein (vinho branco) oder Rotwein (vinho tinto). Dieser Hauswein wird offen serviert, ist meist von guter Qualität und billiger als Flaschenweine.
- Das Abendessen ist die Hauptmahlzeit des Tages. Portugiesen gehen frühestens ab 20 Uhr ins Restaurant. Touristen sitzen oft früher im Restaurant. Mir ist es schon abseits der Touristenpfade passiert, dass ich beim Betreten eines Restaurant um 19.30 darüber informiert wurde, dass der Koch erst in ca. 15 Minuten kommt, wie immer. Natürlich war ich bist 20.30 Uhr der einzigste Gast...
- Bezahlen: - Am Schluss kann man mit dem Satz "A conta, faz favor" (sprich: A konta, fasch fawor") die Rechnung verlangen. Sie wird mit einem Tablett o.ä. zum Tisch gebracht. Darauf legt man dann das Geld. Das Wechselgeld wird dann komplett gebracht - Trinkgeld wird erst dann auf dem Tablett liegen gelassen.
- Trinkgeld in Portugal: Hier ist es ähnlich wie in Deutschland. War man mit Essen und Service zufrieden, ist es eine höfliche Geste, etwas Trinkgeld liegen zu lassen. War man unzufrieden, ist es durchaus legitim nichts zu geben.
- Gibt es größeren Ärger bzw. Unstimmigkeiten (was ich noch nie erlebt habe), kann man in jedem Restaurant nach dem Beschwerdebuch "livro de reclamação" (sprich: lifro de reclamasau) verlangen. Dort kann man seine Beschwerde, auch in deutscher Sprache, eintragen. Oft klärt schon die Frage nach diesem Buch einen Sachverhalt zu Gunsten des Gastes.
 

Wie finde ich ein gutes Restaurant in Portugal?

Das ist wohl eine entscheidende Frage, wenn man die Küche Portugals kennen lernen will.
Wo ist es gut? "Gut" ist es natürlich dort, wo es gut schmeckt. "Gut" ist für mich außerdem eine authentische, nicht an Touristen angepasste Küche ohne große Zuhilfenahme von Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromen und Fertigprodukten. Natürlich gehört zu einem guten Restaurant auch freundliches Personal und ein Preisniveau, das den angebotenen Leistung entspricht. Das heißt aber auf keinen Fall: so billig wie nur irgendwie möglich!
Konkrete Empfehlungen für einzelne Restaurants möchte ich an dieser Stelle nicht geben, da sich bei einem Besitzerwechsel o.ä. die Situation schnell ändern kann. Aber ich möchte einige Tipps geben, wie man die Chance erheblich vergrößert, ein wirklich gutes Restaurant zu finden:

- Für mich ist ein wichtiges Kennzeichen für ein gutes Restaurant, dass viele Einheimische bzw. Stammgäste dort zu Gast sind. Das sieht man meist auf den ersten Blick. Es ist das gleiche wie zu Hause. Stammgäste gibt es nur in den guten Restaurants. In einem schlechtem Restaurant werden v.a. Einheimische höchstens einmal und dann in der Regel nie wieder essen.

- Meistens finden sich gute Restaurants mit angemessenen Preisen nicht direkt an den Straßen und Plätzen, wo sich überwiegend Touristen aufhalten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zwei oder drei Straßen abseits des Rummels oft die Restaurants mit besserer Qualität und auch besseren Preisen sind.

- Restaurants, die es nötig haben, Passanten direkt auf der Straße anzusprechen (teilweise sehr vehement, mit eigens angestellten Werbern) sind meistens eine sehr schlechte Wahl. Es hat seinen Grund, warum Gäste nicht von alleine kommen...


 

  LANDESTYPISCHE SPEISEN UND GERICHTE - KAFFEE UND KÄSE IN PORTUGAL


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In jeder Region Portugals gibt es eigene Spezialitäten mit verschiedenen Fleisch- und Fischsorten oder Meeresfrüchten. Weitere beliebte Gerichte sind caldo verde (Kohlsuppe), gegrillte Sardinen (sardinas assadas) und pasteis (kleine frittierte Pasteten) mit Fleisch, Muscheln oder Krabben.
Portugiesische Süßspeisen sind durch den maurischen Einfluss sehr süß aber auch sehr empfehlenswert. Als Beispiel sind hier arroz doce (Milchreis) und pudim flam (Karamellpudding) oder pasteis de nata (Puddingtörtchen) zu nennen.
Sehr beliebt sind auch Blätterteig-Backwaren in allen Variationen, von süß bis deftig und pikant, die man in den Pastelarías (Konditoreien) kaufen kann. Oft bleibt es bis zum ersten Biss ein Rätsel, welche Füllung darin ist.
Natürlich kann man sich mit dem richtigen Kochbuch auch zuhause ein bisschen portugiesisches Flair in die Küche holen.
 











Bacalhau - Portugals Nationalgericht
Bacalhau - das portugiesische Nationalgericht

Das Nationalgericht Portugals ist der Stockfisch (bacalhau). Er wird meistens aus Kabeljau hergestellt, der gesalzen und getrocknet wird. Dadurch ist er sehr lange haltbar und muss nicht kühl gelagert werden. Im Supermarkt findet man ihn deshalb auch nicht wie andere Fische im Kühlregal, sondern oft zu großen Haufen aufgetürmt (siehe Foto).
In Portugal gibt es unzählige Zubereitungs- und Verwendungsformen für den bacalhau. Man isst ihn gebraten, frittiert, als Grundlage für Suppen, Eintöpfe, mit Reis vermischt (arroz de bacalhau), usw. Ein Gericht, dass in fast jedem Restaurant auf der Speisekarte zu finden ist, ist der bacalhau-à-brás, eine Mischung aus Stockfisch, Kartoffelstiften, Zwiebeln und Eiern. Es gibt sogar Desserts in denen der bacalhau Verwendung findet.





 

Käse in Portugal - SpezialitätQueijo - Käsespezialitäten in Portugal


Bei uns zum größten Teil noch unbekannt sind die Käse-Spezialitäten aus Portugal. Ein paar möchte ich hier kurz vorstellen.
Queijo Azeitão Divinus DOP: dieser Käse aus Azeitão, einer Stadt an den Ausläufern der Serra da Arrábida, wird traditionell aus Schafsmilch, Salz und Distel hergestellt. Er ist von weicher, im Inneren fast butterartiger Konsistenz und wird sowohl als Aperitif als auch als Dessert angeboten. Bei Raumtemperatur wird das Innere leicht flüssig und kann gelöffelt werden, weshalb dieser Käse auch Löffelkäse genannt wird.
Queijo Regional Saloio: hergestellt wird diese Käsesorte aus der Region Estremadura aus Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch. Auch er ist von eher weicher Konsistenz und hat einen leicht herben Geschmack, der toll zu einem Glas Rotwein passt. Er kann ebenfalls sowohl vor als auch nach einer Mahlzeit gegessen werden.

Queijo Toledo: ein weiterer Käse, der in der Estremadura produziert wird. Er besteht aus Schafsrohmilch, die mit rotem, würzigem Pfeffer gemischt wird. Diese Käse - Spezialität passt sehr gut als Entreé oder einfach zu einem guten Rotwein.

 

Portugiesisch kochen

Ein Buch mit vielen typischen portugiesischen Rezepten. Ein schöne Möglichkeit sich auf den Urlaub einzustimmen oder ihn wieder aufleben zu lassen.
Ein kulinarischer Streifzug durch die Geschichte und Kultur der portugiesischen Küche.

Portugiesische Küche 

Die portugiesische Küche bietet mehr als mancher Urlauber in der schönsten Zeit des Jahres kennen lernen kann. Dieses Buch will den Leser mit der Vielzahl der portugiesischen Produkte und deren Eigenheiten bekannt machen. Auch der Tatsache, dass Europa Portugal in kulinarischer Hinsicht viel zu verdanken hat, wird Tribut gezollt, denn schon im 15. Jh. machten die Portugiesen die Europäer mit bis dato exotischen Zutaten bekannt, wie z. B. Reis, Zucker, Zimt, Pfeffer, Muskatnuss oder Nelken. Entdecken Sie alte, traditionelle Köstlichkeiten wieder neu!

 


 

  KAFFEE - EIN STÜCK KULTUR IN PORTUGAL


Portugiesischer Kaffee - coffee-galao


Kaffee ist ein sehr populäres Getränk in Portugal. Dementsprechend findet man auch an fast jeder Ecke ein Café. Bei den Portugiesen sind diese Cafés sehr beliebte Treffpunkte. Wer also am ganz normalen portugiesischen Alltagsleben ein Stückchen teilhaben möchte, sollte es nicht versäumen, sich einige Zeit in solch ein Café zu setzen. Anders als in Deutschland trinken viele Einheimische ihren Kaffee auch einfach im Vorbeigehen schnell an der Theke.
 

Kaffeespezialitäten in Portugal

Der Kaffee wird in den unterschiedlichsten Varianten angeboten. Im Gegensatz zu dem in Deutschland üblichen Filterkaffee bildet in Portugal ein Espresso (bica) meistens die Grundlage, den man entweder pur oder mit Milch als galão (Milchkaffee) aus einem Glas (s. Foto links) trinkt. Bei der bica gibt es viele verschiedene Arten, z.B. bica cheia (weniger stark) oder auch café duplo (doppelte bica). Genauso kann man auch den Milchkaffee (galão - sprich: Gahlau) in unterschiedlichen Ausführungen trinken, allerdings ist der galão die verbreitetste und beliebteste Sorte.
Wer es gerne süß mag, der hat in vielen Cafés, die oft eine eigene Konditorei (pastelaría) dabei haben, die Qual der Wahl. Süße Blätterteigstückchen passen hervorragend zu einem galão. Aber auch für den deftigeren Appetit ist meistens etwas mit dabei.
Vor allem zum Frühstücken ist ein Besuch in einem portugiesischen Café sehr zu empfehlen. 

 


 

  WEIN IN PORTUGAL - PORTUGIESISCHER WEIN - ANBAUREGIONEN & WISSENSWERTES


Wein Bau in Portugal - RebeAuch heute noch gehören einige von Portugals Weinen zu den besten der Welt. Obwohl Portugal die viertgrößte Weinbaunation der Welt ist, sind die Weine im Vergleich zu den französischen oder spanischen Weinen eher unbekannt. Eigentlich zu Unrecht, da die portugiesischen Weine in Punkto Qualität durchaus mithalten können. Und das zu Preisen, die teilweise deutlich unter den weltweit bekannte Namen liegen. Daher hat sich Portugal auch als Geheimtipp bei Weinliebhabern etabliert.
Bekannt sind vor allem der vinho verde und verschiedene Rotweine. Dabei überrascht der eher einfache vinho da casa (Hauswein) oft durch seine hohe Qualität und das v.a. zu einem sehr guten Preis. Besonders beliebt sind auch die Weine aus dem Alentejo, dem weiten Land nördlich der Algarve. Dort nimmt der Anbau von Wein in letzter Zeit immer mehr zu. Es gibt sogar sog. rotas do vinho (Weinstraßen), an denen viele Kellereien liegen, die man besichtigen und dabei eine Weinprobe machen kann.
Der süße vinho do porto (Portwein) ist das wohl bekannteste Exportprodukt Portugals. Mit mindestens 16,5 % Alkoholgehalt ist er ein Mischung aus Branntwein und teilvergorenem Wein. Bei Portwein überwiegt die rote Portsorte (z.B. Ruby), der weiße Port wird weitaus weniger produziert.
Seit der Antike wird in Portugal Wein angebaut. Daher besitzt das Land eine große Vielfalt an Weinen bzw. einen sehr variantenreichen Weinanbau. Im Landesinneren werden v.a. schwere, tanninreiche Rotweine und Portwein angebaut. Im kühleren atlantischen Klima des Nordens werden leichte Weine wie der Vinho Verde kultiviert.
Für Portugal ist der Weinbau ein erheblicher Wirtschaftfaktor. Ca. 12% der werktätigen Bevölkerung arbeitet und lebt vom Weinanbau. Portugiesische Weingüter heißen Quintas, Weinkellereien nennt man Caves.
 

Weinbezeichnungen für portugiesische Weine


Wein Portugal Auswahl Sorten Tipp- Verdes bezeichnet junge Weine, die nicht lange gelagert werden sollten
- Maduro steht für reife, länger gelagerte Weine
- Garrafeida dürfen sich Spitzenweine nennen, die entsprechend lange gelagert wurden
 

Rebsorten bzw. Weintrauben in Portugal

Portugal verfügt in Europa vermutlich über die größte Vielfalt einheimischer weißer und roter Rebsorten. Eine Besonderheit findet man in Colares bei Sintra. Dort wird auf sandigen Böden die seltene rote Rebsorte Ramisco angebaut. Die Reblaus, die im 19. Jahrhundert nahezu alle europäischen Reben vernichtet hat, konnte ihr aufgrund des Sandes nichts anhaben. Deshalb kann diese Rebsorte auch heute noch wurzelecht angebaut werden.In Portugal findet man aufgrund klimatischer, geologischer und topografischer Gegebenheiten über 500 autochthone Rebsorten (port.: Castas). Autochthon heißt, dass es sich um Rebsorten handelt, die speziell in diesem einen Gebiet angebaut werden. Die wichtigsten roten Trauben sind Alfrocheiro, Baga, Castelao Frances, Touriga Francesca, Touriga Nacional und Verdelho. Die wichtigsten weißen Trauben Alvarinho, Arinto Avesso, Bical, Encruzado, Loureiro, Azal und Trajadura.

 

Anbaugebiete portugiesischer Weine

Es gibt heute in Portugal fünf Weinanbauzonen mit über 40 Qualitätswein-Anbaugebieten, davon 26 mit DOC-Status. DOC bedeutet in Portugal Denominacão de Origem Controlada und entspricht dem spanischen DO oder dem französischen AOC-System. Sechs Regionen erzeugen IPR-Weine (Indicacâo de Proveniência Regulamentada, entsprechend den VDQS, franz. Vin Délimité de Qualité Supérieure), acht Regionen Landweine (Vinhos Regionais, entsprechend den französischen Vin de Pays). Der Rest ist Tafelwein (Vinho de Mesa).
Vinho Verde
Dieser Wein wird im kühlen, regenreichen und fruchtbaren Norden Portugals angebaut. Hier herrschen karge, sandige Granitböden vor. Wie der Name Vinho Verde schon sagt, handelt es sich hierbei um eine junge und schnell zu konsumierende Weinsorte. Auch wenn die weißen Sorten wohl bekannter sein werden, findet man in manchen Orten auch rote Varianten, die sehr tanninhaltig sind.
 

anbau region portugal wein dao douro alentejoAlentejo

Diese Region Portugals ist eigentlich keine typische Weinregion. Aber auch hier vollzieht sich ein Wandel und durch das heiße Klima können qualitativ hochwertige Weine produziert werden.
 

Douro

Das bekannte Portwein-Anbaugebiet liegt östlich von Porto am gleichnamigen Fluss Douro. Hier speichern Schieferböden die Feuchtigkeit und versorgen dann damit die Reben während der trockenen und heißen Sommer. Es gibt mittlerweile auch einige klassische Rotweine aus dieser Region von sehr guter Qualität. Diese sind säurebetonter und etwas tanninärmer als aus anderen Gebieten.
 

Bairrada

Dieses Anbaugebiet liegt bei der Stadt Agueda, im Região Centro, also Zentrum Portugals. Hier entstehen schwere Rotweine aus der Baga -Traube.
 

Dão

Dieses sehr traditionsreiche Weinanbaugebiet liegt in der gebirgigen Beira-Region im Norden Portugals. Es grenzt an die Serra da Estrela, das höchste Gebirge Portugals. Aufgrund seiner gebirgigen Lage findet man viele Weingärten, die terassenförmig angelegt sind. Das Gebiet ist nach dem gleichnamigen Fluss benannt, der es durchfließt. Schon im 12. Jahrhundert soll hier der erste portugiesische König die Pflanzung von Weinreben angeordnet haben. Durch Gebirge nach Westen hin ist Dão weitgehend von atlantischen Einflüssen abgeschirmt. Somit sind die Winter regenreich und relativ rau, die Sommer dagegen heiß und trocken. Da der Herbst meistens lang und kühl ist, sind sehr gute Bedingungen für die Erzeugung eleganter Weine gegeben. Die Reben wachsen auf Granitboden in Hochlagen.
Bekannt sind die Rotweine aus dieser Region, die einen sehr kräftigen, trockenen Charakter besitzen und erst durch längere Lagerung voll zur Geltung kommen. Es gibt nur im Osten des Dão mehrere eher kleine Bezirke mit Schieferböden. Dort werden auch Weißweine angebaut. Der Wein wird überwiegend in kleinen Weingütern produziert, die nicht nur Weinanbau betreiben. Die wichtigsten Rebsorten sind Tourigo, Tinta Pinheira und Alvarelhão für Rotwein und Arinto, D. Branca und Barcelos für Weißwein.
 

Estremadura

Diese Region liegt in der Nähe von Lissabon. Hier herrscht atlantisches Klima und die Böden sind meist sandig. Als Weinanbauregion gewinnt sie immer mehr an Bedeutung. Die Weine sind frisch und modern.
 

Terras do Sado

Hinter diesem Namen stehen die beiden Regionen Palmela und Setúbal. Diese Halbinsel, die nach dem Fluss Sado benannt wurde, ist geprägt durch ihre Nähe zum Atlantik. Klassische Rotweine, trockene Weißweine und verschiedene Muskateller werden produziert. Am bekanntesten ist dabei wohl der Moscatel Roxo, der erst nach 20-jähriger Kellerreifung auf den Markt kommt.
 

Madeira

Die Atlantikinsel mit ihrem ganzjährig milden Klima ist berühmt für ihre Madeira-Sorten. Der Madeirawein (Vinho da Madeira) ist ein Wahrzeichen der Insel. Er wird aus mehr als 30 Rebsorten erzeugt. Sercial (trocken), Malvasia (süß), Boal (halbsüß) und Verdelho (halbtrocken) sind dabei wohl die edelsten. Wenn man die oft sehr steilen, schmalen Streifen (poios) an nahezu unzugänglichen Hängen sieht auf denen die Madeirenser den Wein angebaut haben, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.
 

 

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